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Freitag, 29. Mai 2009

Leben und leben lassen - Volksbegehren für echten Nichtraucherschutz

Jetzt muss ich aus eigenem Interesse mal ein wenig Werbung machen.

Am 30. April wurde in Bayern der Startschuss für das Volksbegehren "Leben und leben lassen - für echten Nichtraucherschutz" gegeben. Das Volksbegehren wendet sich gegen die Bestrebungen der amtierenden Koalition aus CSU und FDP, das demokratisch beschlossene und von der Bevölkerung akzeptierte Nichtraucherschutzgesetz aus dem Jahr 2008 abzuschaffen.
Stattdessen wird mit dem Volksbegehren der Erhalt des akzeptierten und bewährten Bayerischen Nichtraucherschutzgesetzes gefordert.
Initiator des Volksbegehrens ist neben einer politischen Partei der Verband Pro Rauchfrei und weitere Initiativen.

Für eine Unterschrift und weitere Informationen kann man auch einen Infostand in vielen bayerischen Städten besuchen. In Nürnberg wäre dies:

  • 30.05.2009 10 - 13 Uhr Jakobsplatz
  • 30.05.2009 10 - 16 Uhr Frankenzentrum/Langwasser Mitte, U-Bahnaufgang Oppelner Straße
  • 06.06.2009 10 - 14 Uhr Ludwigsplatz/Ehekarussel

Weitere Termine und Örtlichkeiten :

Auf geht´s!

Freitag, 23. Januar 2009

Gesundheit auf Karte...

Nun hat es mich doppelt erwischt, mein Körper wollte unbedingt auch noch am Hype der Grippe-Welle teilnehmen, die mich nun danieder liegen lässt.
In einer der wenigen freien Minuten, in der man nicht gegen die Wirren im Kampf um die lästigen Symptome kämpft und für kurze Zeit verschont bleibt (Spötter weiblichen Geschlechts behaupten ja die "Männergrippe" verlaufe in 97% der Fälle tödlich, weil der leidende Eindruck in den Vordergrund gerät) macht man sich über die verschiedensten, längst verdrängten Dinge Gedanken.

Ende vergangenes Jahr bin ich beispielsweise von meiner Krankenkasse angeschrieben worden, dass sie gerne, vermutlich wegen meiner ausstrahlenden und beeindruckenden Schönheit ein Passbild von mir wollen - die elektronische Gesundheitskarte (eGK) lässt grüssen.
Was macht man mit so einem Schreiben? Links liegen lassen, genau!
Wenig beeindruckt von meiner Untätigkeit erhielt ich doch tatsächlich noch einmal eine freundliche Erinnerung - bis April muss alles laufen und ab diesem Zeitpunkt besitzt nur noch die eGK Gültigkeit.
Mmmh... gab es da nicht große Proteste und Widerstand: teuer, Datenschutz, zu aufwendig, nicht praktikabel...
Aber genaueres wusste ich auch nicht mehr. Also real und virtuell nachgehakt, was denn Stand der Dinge ist, und überaus erstaunliches und bedenkliches festgestellt:

Zuerst einmal meinte vor einiger Zeit mein Haus- und Hof-Fotograf, dass für die eGK biometriche Lichtbilder notwendig seien, dass lässt natürlich aufhorchen.
Eigentlich könnte man ja meinen dahinter verbirgt sich etwas gutes, bio... ist ja immer gesund und verträglich - zumindest in der allgemeinen Volksverwirrung. Doch seit Schäuble und dem neuen Reisepass ist weithin bekannt dass alles biometrische Begehrlichkeiten weckt und in gewissen Händen wenig sorgsam behandelt wird, als dass dieses erfordert, vor allem wenn andere, persönliche Daten mit anhängend sind.
Also den Gockel (Anm. d.V.: gegoogelt) angeworfen und siehe da: nur einige Krankenkassen fordern biometrische Lichtbilder, jedoch nicht alle. Wie gibt´s dass denn? Gibt es eine gesetzliche Grundlage oder nicht? Für alles was Daten und deren Schutz angeht ist bekanntlich der ChaosComputerClub eine predistinierte Stelle und siehe da: Nicht einmal das Lichtbild an sich ist zwingend (Quelle). Eine interessante Diskussion hierüber findet sich auch im deutschen Law-Blog.
Anscheinend macht den gesetzlichen Krankenkassen die rigide Verweigerung Probleme, weil bisher nur eine verschwindend kleine Anzahl an Versicherten (Kunden) das Bildchen einsandte, so dass sie sich mangels gesetzlicher Grundlage sehr einfallsreich zeigen, diese trotzdem dazu zu bewegen. So erlassen z.B. immer mehr KK die Praxisgebühr bei erfolgreicher Übermittlung des Lichtbildes (Quelle).
Das Lichtbild ist aber nur das kleinste Problem. Die gesamte, schier unüberschaubare Tragweite der Risiken und Gefahren der elektronischen Gesundheitskarte wird aus einer Videoaufzeichnung eines ChaosComputerClub-Symposiums eindrucksvoll deutlich, bei dem nicht nur IT`ler und Kassenmitglieder teilnahmen, sondern auch etliche Ärzte und Verbandsangehörige. Das Video ist zwar relativ lang, aber durchweg interessant und sehenswert, vor allem die Fragerunde am Ende des Vortrages!
Da bleibt einem nur gesund zu bleiben, schnell wieder zu gesund zu werden oder dahin zu raffen (worauf nur die nächste organisierte Geschäftssparte wartet).

Gesundheit!

Linktipps:

Sonntag, 13. Juli 2008

Das Kind im Manne... Wii-Fever

Ist man(n) für Spiele je zu alt? Ich glaube nein! Wenn man erst einmal seine Lust am Spielen verlernt hat, hat man viel verloren.
Seit Mai (ja ja, seit meinem Geburtstag) bin ich stolzer Besitzer eines Wii-Sports-Bundle und schlicht und einfach begeistert.


Selbst meine hohen Erwartungen hat das Gerät übertroffen - vor allem mit der innovativen Steuerung (was zur Folge hat, das ich bereits den ein oder anderen erfolgreich anfixen konnte ;-) (greetings to Munich)). Aufgerüstet mit diversen Zubehör bin ich natürlich Wii-Fit tauglich.
Wii Fit mit dem Wii-Balance-Board scheint ja selbst ein Renner zu sein - sein rasanter Abverkauf (und der Wii-Konsole) überholt längst alle anderen Next-Gen-Konsolen (X-Box360 + Sony PS3) und wird zum Top-Thema in den Nachrichten und Presseagenturen.
Nintendo hat es also mal wieder geschafft - eine Spielerei für Erwachsene mit Funfaktor und Gesundheitsaspekt (ja, es funktioniert tatsächlich!)


Unter ständiger Gewichts- und BMI-Kontrolle sowie Muskelübungen, Yogahaltungen, Balance- und Aerobicübungen werden eigener Schwerpunkt und Fitness verbessert und immer wieder Motivationselemente eingefügt - wirklich ganz witzig.
Mein Erfolg: von anfänglich 46 Jahren bin ich nun 26 WiiFit-Jahre ;-)

Für den Kontakt zu anderen Wii-Konsolen gibt es für jede Konsole einen eigenen Wii-Code
Zu den Wii Codes: Ein zentraler Bestandteil von Wii ist die Pinnwand. Dort kann man Notizen hinterlassen und erhält Nachrichten von Nintendo und anderen Usern. Ihr könnt von Dort aus auch Nachrichten (sogar mit Bildern von einer SD-Karte) an Personen in eurem Adressbuch senden. Dazu (und um in Spielen bestimmte Gegner zu finden) dienen die Wii-Codes. Ihr könnt von dort aus auch Nachrichten an Handys und an E-Mail Adressen schicken.
Von PC könnt ihr auch Nachrichten direkt auf die Pinnwand eines Users schicken.
Ist Wii im Standby Modus (also immer wenn er ausgeschaltet ist aber Strom hat) leuchtet der Einwurfschacht blau wenn eine nachricht kommt. (Sieht verdammt cool aus in nem dunklen Zimmer)

Mein Wii-Code: 3116 1515 2665 3500
Schreibt mir einfach eine E-Mail auf meine Wii-Pinnwand: w3116151526653500@wii.com

Tipp: Einige benutzen die neuen Controller bereits für PC-Games, hier z.B. mit Half Life 2:

Montag, 24. September 2007

Medizin und Technik

Meine Nähe zum medizinischen Bereich lässt sich nicht leugnen, die Liebe zur IT ebenso wenig.
Man mag es kaum glauben, aber immer wieder gibt es hier durchaus auch witzige Schnittmengen, zwei davon möchte ich euch hier und heute vorstellen.

Der merk-würdige Doktor

USB-Speichersticks sind wahre Helferlein, von denen man eigentlich nie genug an Anzahl und Speicherkapazität haben kann.
Ob zur Datensicherung, zum Transport und Austausch oder einfach zur kurzfristigen Speicherung diverser Dateien sind die kleinen, handlichen und merkfähogin Dingerchen gern genommene Handlanger.
Die Symbiose aus technischem Fortschritt mit den lebhaften Helfern aus der Medizin ist einer Taschen- und Gepäckfirma gelungen.


Den USB-Stick im Heiler-Outfit gibt es mit 1-GB-Speicher und sogar mit bereits installiertem Virenschutz-Programm (wenn das mal nicht doppeldeutig ist) aus dem Hause Avast! - natürlich Rezeptfrei!


MP3-Player vs. Stethoskop
Fast 200 Jahre alt ist das Stethoskop und hat Medizinern wertvolle Dienste beim Abhören von Herz und Lunge oder auch beim schlichten Blutdruckmessen erwiesen. Jetzt, so scheint es, schicken moderne Alternativen das Höhrrohr in den wohlverdiente Ruhestand.
Der kanadischer Arzt und Wissenschaftler Neil Skjodt von der University of Alberta hat nachgewiesen, daß Töne vor allem beim leisen Ein- und Ausatmen, sowie den Herzschlag mittels aufzeichnungsfähigem MP3-Player leichter zu interpretieren und besser auszuwerten sind als mit der althergebrachten Methode.Der Mediziner legte ein herkömmliches Gerät auf die Brust , wo Herz- bzw. Lungengeräusche von dem integriertem Mikrofon aufgenommen wurden und zwar mit sehr viel deutlicheren Tönen als über das Stethoskop.
Seine Forschungsergebnisse hat er auf dem Kongress der European Respiratory Society (ERS) ins Stockholm vorgestellt, demnach lassen sich die digital aufgezeichneten Töne auch als Kurven darstellen, die mit Lehrbuchdiagrammen von Krankheitssymptomen abgeglichen werden können.
Vorteile bieten schließlich auch die Möglichkeiten, während der Untersuchung aufgezeichnete Tonfolgen mehrmals anzuhören, anderen Ärzten weiterzureichen oder zu einem späteren Zeitpunkt mit aktuellen Tönen zu vergleichen und aus Frequenzänderungen diagnostische Schlüsse ziehen.
Nebenbei könnte man das Gerät zum Besprechen der Diagnosen verwenden.

Da stellt sich doch die Frage, was so manch einer wohl anstellt, wenn er sich nicht mehr das Stethoskop um den Hals wickeln kann, um seine geballte Kompetenz zur Schau zu stellen.

Mittwoch, 1. August 2007

Refreshing Area

Bei 34° C draussen sitze ich hier und geniesse... nicht etwa den kühlen Luftstrom aus der leisen Klimaanlage, sondern das Nachlassen meiner Internet-Entzugserscheinungen - Fellows (amerikanische Caffee-Kette) sei dank.
Hier in der Refreshing Area mit einem lecker-kühlen Peppermint Green Ice Tea und kostenlosen Hotspot geht es endlich wieder aufwärts, wenn auch nur kurzzeitig.

Was solls, nächste Woche ist es endlich soweit, dann gehts mit 16 Mbit/s auf die Datenautobahn bequem vom heimischen Sofa aus!
Apropos: seit heute gibts ein Firefox-Update auf Version 2.0.0.6, damit reagiert das Mozilla-Entwicklerteam als schnellster unter den Browsertypen, um 2 Sicherheitslücken zu stopfen!

Außerdem tritt heute die neue Rechtschreibung mit kleinen Verbesserungen in Kraft. Die Übergangslösung, mit der die alte Form anerkannt wurde, endet.
Weiterhin erschien heute eine abschliessende Studie, die nachwies, dass die Feinstaubemissionen von Laserdruckern extrem gesundheitsschädlich, sogar krebserregend sind, teilweise sogar toxische Werte erreichen und EU-Grenzenwerte um ein vielfaches überschreiten (je nach Hersteller und Bauart).
TIPP: Laserdrucker so weit wie möglich vom Arbeitsplatz entfernt aufstellen oder Tintenstrahldrucker verwenden. InkJets gelten als weitgehend unbedenklich in Sachen Luftemission während des Betriebes.

Samstag, 2. Juni 2007

Es liegt was in der Luft....

"Der Staat kann doch nicht auf unsere Steuergelder verzichten. Was würde Deutschland ohne unsere Gelder machen."
Vermeintlich weise Sprüche von vielen Nikotinkonsumenten, die nicht selten durch verrauchte Wirtshäuser schallen, wenn wieder einmal die Diskussion über ein Verbot von Tabakkonsum in Gaststätten oder öffentlichen Orten aufflammt.

Diese Woche wurde aber eine Studie der Uni Hamburg freigegeben, die nach einer kritischen internationalen Prüfung doch für reell und aussagekräftig bestätigt wurde(1).
Die Studie hat ermittelt, dass ein Päckchen Zigaretten Folgekosten von 34 Euro verursacht. Im Laufe seines Lebens fallen für einen durchschnittlichen, 24-jährigen Raucher somit Zusatzkosten von 144.318 Euro an, die die solidarische Krankenversicherung zu zahlen hat. Bisher!
Ein vernichtendes Urteil, wenn man 34 Euro gegen den fiskalen Ertrag pro Schachtel Zigaretten aufrechnet!
Grund genug für die EU den Flickenteppich in Deutschland um die Gesetzgebung des Rauchverbots in Kneipen aufzulösen! Das Europäische Parlament will, allen voran der CDU-Europapolitiker Karl-Heinz Florenz, im Jahr 2009 ein einheitliches, EU-weites Rauchverbot in jedem Pub, jeder Osteria und jedem Restaurant erwirken. Eigentlich ein Armutszeugnis der Bundesregierung, was sie nach jahrelangen Ausformulierungen und Beratschlagungen fehlerhaft revidieren musste, scheint der EU klar und ohne Ausnahmeregelungen in kurzer Zeit zu gelingen!



Eine andere Meldung, welche heute in den Nachrichten erschien, berichtet von regulären Luftmessungen, wie sie in vielen Teilen Italiens durchgeführt werden. Nichts besonderes eigentlich, wenn man nicht gerade in der Hauptstadt am Tiber einen interessanten Fund gemacht hätte.
In Rom haben Forscher Spuren von Kokain und Haschisch festgestellt. Der erreichte Wert übersteigt sogar den zulässigen Höchstwert für toxische Substanzen um das Fünffache (1).
Auffällig ist außerdem, dass die höchsten Werte in der Innenstadt, insbesondere in der Umgebung der Uni La Sapienza ermittelt wurden.
Muss der Begriff "Ewige Stadt" gestrichen werden, weil schon der römische Geschichtsschreiber Vergil (70-19 v.Chr.), der den Begriff prägte, bereits damals gedopt war?
...oder jetzt erst recht?
...oder genau deswegen?

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... shit happens ;-) ciao roma

(1) Quelle: dpa