Samstag, 5. September 2009
Wahlentscheidungshelfer wieder Online!
Samstag, 29. August 2009
Bundestagswahlkampf - wir kommen...
Zum Glück gibt es von mündigen Bürgern zahlreiche Stilblüten (die von der entsprechenden Partei mit dem großen C bereits versucht wurde zu verbieten!) die die Versprechen konterkarrieren.

Ich finde folgendes provokantes Video trifft es ganz gut, wie weit wir in Deutschland bereits gekommen sind! Viele wissen gar nicht, wie weit hier die Gesetze bereits reichen und was noch geplant ist! Macht euch mal ein paar Gedanken (Reaktionen als Kommentar willkommen!)
Freitag, 29. Mai 2009
Leben und leben lassen - Volksbegehren für echten Nichtraucherschutz
Am 30. April wurde in Bayern der Startschuss für das Volksbegehren "Leben und leben lassen - für echten Nichtraucherschutz" gegeben. Das Volksbegehren wendet sich gegen die Bestrebungen der amtierenden Koalition aus CSU und FDP, das demokratisch beschlossene und von der Bevölkerung akzeptierte Nichtraucherschutzgesetz aus dem Jahr 2008 abzuschaffen.
Stattdessen wird mit dem Volksbegehren der Erhalt des akzeptierten und bewährten Bayerischen Nichtraucherschutzgesetzes gefordert.
Initiator des Volksbegehrens ist neben einer politischen Partei der Verband Pro Rauchfrei und weitere Initiativen.
Für eine Unterschrift und weitere Informationen kann man auch einen Infostand in vielen bayerischen Städten besuchen. In Nürnberg wäre dies:
- 30.05.2009 10 - 13 Uhr Jakobsplatz
- 30.05.2009 10 - 16 Uhr Frankenzentrum/Langwasser Mitte, U-Bahnaufgang Oppelner Straße
- 06.06.2009 10 - 14 Uhr Ludwigsplatz/Ehekarussel
Weitere Termine und Örtlichkeiten :
Auf geht´s!
Sonntag, 26. April 2009
SMS bis zum Umfallen
Vorgeschichte war der Totalausfall des D1-Handynetzes am 21.04. Selbst VIPs sollen dann doch betroffen gewesen sein: Anfangs war man laut Presseberichten sogar im Kanzleramt nervös. Ein Regierungssprecher fühlte sich sogar verpflichtet, die Bevölkerung zu beruhigen: "Die Kanzlerin ist jederzeit erreichbar." Die SMS-affine Angela Merkel hat Glück - oder ist bloß gut organisiert. Jedenfalls soll sie einfach ein Handy mit der Karte eines T-Mobile-Konkurrenten genutzt haben.
Nun entschloß man sich bei T-Mobile die Kunden zu vertrösten (das Wort entschädigen wird nicht verwendet, könnte ja Ansprüche nach sich ziehen) und einen kostenfreien SMS-Tag für alle Kunden zu spendieren. Auf den ersten Blick ein großzügiges Angebot: der Short-Message-Dienst ist laut einer weltweiten Studie des US-Maktforschungsintituts Nielsen Mobile nirgendwo auf der Welt so beliebt, wie bei den Deutschen.
Aber: im Mobilfunkbereich sind in Deutschland die Gewinnmargen nirgends so hoch, als beim SMS-Dienst. Angeblich liegt der Kostenfaktor pro SMS für die Mobilfunkunternehmen im Zehntel-Eurocent Bereich.
Hinzu kommt, dass in der Wochenstatistik an einem normalen Sonntag auf den kein Feiertag fällt, der SMS-Dienst im Wochenvergleich am seltensten genutzt wird!
Weiterhin hat mehr als ein Drittel der T-Mobile-Kunden Zusatzpakete gebucht, bei denen der SMS-Dienst generell oder an Wochenenden kostenlos ist.
Die finanziellen Einbussen für diese Aktion halten sich also äußerst begrenzt.
Interessante Geschichte nebenbei:
Die T-Com hat für Ausfälle natürlich einen Stab an System- und Netzwerktechnikern parat, die sofort und rund um die Uhr angefordert werden können, wenn es zu Problemen und Zusammenbrüchen kommt. Ironie daran ist, dass die Mitarbeiter über ein zur Verfügung gestelltes T-Mobile-Handy alarmiert werden...
Freitag, 23. Januar 2009
Gesundheit auf Karte...
Nun hat es mich doppelt erwischt, mein Körper wollte unbedingt auch noch am Hype der Grippe-Welle teilnehmen, die mich nun danieder liegen lässt.In einer der wenigen freien Minuten, in der man nicht gegen die Wirren im Kampf um die lästigen Symptome kämpft und für kurze Zeit verschont bleibt (Spötter weiblichen Geschlechts behaupten ja die "Männergrippe" verlaufe in 97% der Fälle tödlich, weil der leidende Eindruck in den Vordergrund gerät) macht man sich über die verschiedensten, längst verdrängten Dinge Gedanken.
Ende vergangenes Jahr bin ich beispielsweise von meiner Krankenkasse angeschrieben worden, dass sie gerne, vermutlich wegen meiner ausstrahlenden und beeindruckenden Schönheit ein Passbild von mir wollen - die elektronische Gesundheitskarte (eGK) lässt grüssen.
Was macht man mit so einem Schreiben? Links liegen lassen, genau!
Wenig beeindruckt von meiner Untätigkeit erhielt ich doch tatsächlich noch einmal eine freundliche Erinnerung - bis April muss alles laufen und ab diesem Zeitpunkt besitzt nur noch die eGK Gültigkeit.
Mmmh... gab es da nicht große Proteste und Widerstand: teuer, Datenschutz, zu aufwendig, nicht praktikabel...
Aber genaueres wusste ich auch nicht mehr. Also real und virtuell nachgehakt, was denn Stand der Dinge ist, und überaus erstaunliches und bedenkliches festgestellt:
Zuerst einmal meinte vor einiger Zeit mein Haus- und Hof-Fotograf, dass für die eGK biometriche Lichtbilder notwendig seien, dass lässt natürlich aufhorchen.
Eigentlich könnte man ja meinen dahinter verbirgt sich etwas gutes, bio... ist ja immer gesund und verträglich - zumindest in der allgemeinen Volksverwirrung. Doch seit Schäuble und dem neuen Reisepass ist weithin bekannt dass alles biometrische Begehrlichkeiten weckt und in gewissen Händen wenig sorgsam behandelt wird, als dass dieses erfordert, vor allem wenn andere, persönliche Daten mit anhängend sind.
Also den Gockel (Anm. d.V.: gegoogelt) angeworfen und siehe da: nur einige Krankenkassen fordern biometrische Lichtbilder, jedoch nicht alle. Wie gibt´s dass denn? Gibt es eine gesetzliche Grundlage oder nicht? Für alles was Daten und deren Schutz angeht ist bekanntlich der ChaosComputerClub eine predistinierte Stelle und siehe da: Nicht einmal das Lichtbild an sich ist zwingend (Quelle). Eine interessante Diskussion hierüber findet sich auch im deutschen Law-Blog.
Anscheinend macht den gesetzlichen Krankenkassen die rigide Verweigerung Probleme, weil bisher nur eine verschwindend kleine Anzahl an Versicherten (Kunden) das Bildchen einsandte, so dass sie sich mangels gesetzlicher Grundlage sehr einfallsreich zeigen, diese trotzdem dazu zu bewegen. So erlassen z.B. immer mehr KK die Praxisgebühr bei erfolgreicher Übermittlung des Lichtbildes (Quelle).
Das Lichtbild ist aber nur das kleinste Problem. Die gesamte, schier unüberschaubare Tragweite der Risiken und Gefahren der elektronischen Gesundheitskarte wird aus einer Videoaufzeichnung eines ChaosComputerClub-Symposiums eindrucksvoll deutlich, bei dem nicht nur IT`ler und Kassenmitglieder teilnahmen, sondern auch etliche Ärzte und Verbandsangehörige. Das Video ist zwar relativ lang, aber durchweg interessant und sehenswert, vor allem die Fragerunde am Ende des Vortrages!
Da bleibt einem nur gesund zu bleiben, schnell wieder zu gesund zu werden oder dahin zu raffen (worauf nur die nächste organisierte Geschäftssparte wartet).
Gesundheit!
Linktipps:
Dienstag, 26. Juni 2007
Interessante News der letzten Stunden...
- dass Deutschland erstmals in der Geschichte der Automobilindustrie nicht mehr zu den Top-3- Autoherstellern der Welt gehört
(bezüglich hergestellte Stückzahlen in 2006, veröffentlicht 25.06.07) - Platz 1: Japan (vormals USA)
- Platz 2: USA
- Platz 3: China (vormals Deutschland)
- dass Michael Dell, Gründer und Inhaber der Firma DELL Incorporated,
- auf seinem PC selbst Linux verwendet,
- für frischen Wind sorgt und ab sofort seine Produkte auch mit vorkonfiguriertem Linux ausliefert.
- Zudem wird es Dell-PCs künftig auch im Handel geben und nicht mehr nur im exklusiven Direktversand.
- seit vergangener Woche zum ersten mal weltweit mehr Notebooks als PCs verkauft wurden (bisherige Jahresstatistik)
- dass jede 4. Firma in Deutschland ausspioniert wird und dadurch jährlich 50.000 Arbeitsplätze verloren gehen.
- dass 1 Tonne Kohlenstoffdioxid in ein 25 m langes, 10 m breites und 2 m tiefes Schwimmbecken passen würde
- dass diese Menge (1t CO2) 1 Baum in Laufe seines gesamten Lebens absorbiert.
- dass die vom Menschen verursachte CO2-Emission mittlerweile bei jährlich 32 Giga-Tonnen liegt
- dass Michael Bloomberg, Bürgermeister (Mayor) von New York, sein (republikanisches) Parteibuch aus Ärger über Bushs Politik (Irak, Europa, Homo-Ehe, Abtreibung, Waffengesetz) abgibt.
Seither wird vermutet, er bereite sich auf eine Präsidentschaftskandidatur vor und wird schon als aussichtsreichster Kandidat neben der ehemaligen First Lady Hillary Clinton und Rudolph Giuliani gehandelt.
Geld hat der Multimillionär genug, um seine Kandidatur selbst zu finanzieren, und das nicht aus seinem Gehalt des Bürgermeisterpostens. Auf das verzichtete er nämlich seit Amtsantritt und bekommt daher nur einen symbolischen Betrag von 1 $. - dass Nürnberg
- mit dem Norisring der einzige Stadtkurs der DTM in Deutschland ist
- als Silicon-Valley der Open-Source-Software bezeichnet wird - in Europa gibt es nirgends mehr Firmen und Mitarbeiter die an Open-Source-Software arbeiten und entwickeln!
- europaweit zum 1. Mal in 2007 den H5N1-Virus (Vogelgrippe) registrierte
da fällt mir folgende Fabel ein:
Ein Bär, ein Löwe und ein Huhn streiten sich wer gefährlicher ist.
Sagt der Bär: „Wenn ich im Wald brülle, fürchtet sich der ganze Wald“.
Der Löwe: „Wenn ich in der Savanne brülle, fürchtet sich die ganze Savanne.“
Darauf das Huhn: „Und wenn ich huste, fürchtet sich die ganze Welt.“
Alles wird gut...
Samstag, 2. Juni 2007
Es liegt was in der Luft....
Diese Woche wurde aber eine Studie der Uni Hamburg freigegeben, die nach einer kritischen internationalen Prüfung doch für reell und aussagekräftig bestätigt wurde(1).
Die Studie hat ermittelt, dass ein Päckchen Zigaretten Folgekosten von 34 Euro verursacht. Im Laufe seines Lebens fallen für einen durchschnittlichen, 24-jährigen Raucher somit Zusatzkosten von 144.318 Euro an, die die solidarische Krankenversicherung zu zahlen hat. Bisher!
Ein vernichtendes Urteil, wenn man 34 Euro gegen den fiskalen Ertrag pro Schachtel Zigaretten aufrechnet!
Grund genug für die EU den Flickenteppich in Deutschland um die Gesetzgebung des Rauchverbots in Kneipen aufzulösen! Das Europäische Parlament will, allen voran der CDU-Europapolitiker Karl-Heinz Florenz, im Jahr 2009 ein einheitliches, EU-weites Rauchverbot in jedem Pub, jeder Osteria und jedem Restaurant erwirken. Eigentlich ein Armutszeugnis der Bundesregierung, was sie nach jahrelangen Ausformulierungen und Beratschlagungen fehlerhaft revidieren musste, scheint der EU klar und ohne Ausnahmeregelungen in kurzer Zeit zu gelingen!
Eine andere Meldung, welche heute in den Nachrichten erschien, berichtet von regulären Luftmessungen, wie sie in vielen Teilen Italiens durchgeführt werden. Nichts besonderes eigentlich, wenn man nicht gerade in der Hauptstadt am Tiber einen interessanten Fund gemacht hätte.
In Rom haben Forscher Spuren von Kokain und Haschisch festgestellt. Der erreichte Wert übersteigt sogar den zulässigen Höchstwert für toxische Substanzen um das Fünffache (1).
Auffällig ist außerdem, dass die höchsten Werte in der Innenstadt, insbesondere in der Umgebung der Uni La Sapienza ermittelt wurden.
Muss der Begriff "Ewige Stadt" gestrichen werden, weil schon der römische Geschichtsschreiber Vergil (70-19 v.Chr.), der den Begriff prägte, bereits damals gedopt war?...oder jetzt erst recht?
...oder genau deswegen?

... shit happens ;-) ciao roma
(1) Quelle: dpa
Donnerstag, 17. Mai 2007
Liebes(Zahlen)spiel
- In vielen Ländern wird heute "Vatertag" gefeiert, in einigen Ländern auch als Herren- oder Männertag (auch in der ehem. DDR) verzeichnet. Seine Wurzeln liegen wohl in den USA, wo der frühere Präsident Nixon den Tag 1974 als offiziellen Feiertag ernannte.
Andere Länder, andere Sitten: Während der Tag häufig mit berauschenden Festen unter Männern gefeiert wird, gibt es doch regionale und länderspezifische Eigenheiten.
So listet Wikipedia z.B. im süddeutschen Raum folgende Kuriosität auf:"...In Süddeutschland gehört es seit Jahren zum Vatertag, dass sich Männer während der Herrenpartie den Finger beim leeren des Bieres in den Anus stecken."
17.05. 1990 - heute vor 17 Jahren
- Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschließt Homosexualität von der Liste psychischer Krankheiten zu streichen.
Dieses Ereignis bildet den Hintergrund, dass an diesem Datum jährlich wiederkehrend der „Internationale Tag gegen Homophobie“ gefeiert wird. Homophobie bezeichnet eine soziale, gegen Lesben und Schwule gerichtete Aversion bzw. Feindseligkeit und wird in den Sozialwissenschaften zusammen mit Phänomenen wie Rassismus, Fremdenfeindlichkeit oder Sexismus unter den Begriff gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit gefasst. - In Berlin wird dieser Tag unter dem Motto „protect every kiss“ begangen. Ein Kuss-Marathon quer durch das Berliner Stadtgebiet(„tag-gegen-homophobie.de“ ).
§ 175 StGB- 175er
- Paragraph des Strafgesetzbuches der von 1872 bis 1994 homosexuelle Handlungen in Deutschland strafbar erklärte. In dem Gesetz wurde auch die "widernatürliche Unzucht mit Tieren" verboten. Diese wurde aber bereits 1969 herausgenommen, während man hingegen Homosexualität weiterhin für strafwürdig erachtete.
- Im Volksmund wurden Schwule oft als 175er bezeichnet. Gleichzeitig nannte man den 17.5. zahlenspielerisch den „Feiertag der Schwulen“.
- 11.06.1994
Der Paragraph 175 und damit die rechtliche Verurteilung Homosexueller wird abgeschafft - 4 Jahre nach der WHO-Änderung
Last but not least ist heute der 40. Tag nach Ostern und an jenem wird bei Millionen von Menschen der wichtigste Mann unserer Zeit geehrt.
Christi Himmelfahrt bezeichnet bei den Christen den Glauben an die Rückkehr Jesus von Nazareth als Sohn Gottes zu seinem Vater in den Himmel.
Seit 9/11 sind Zahlen- und Datenspiele populärer denn je, verblüffend sind auch diese wieder.
Egal warum ihr heute feiert, viel Spaß dabei, morgen bin ich dran ;-)

